In den Jahren 2016/17 wurden im Rahmen des Projektes „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien (FVS)“(1) verschiedene zielgruppenorientierte Befragungen (siehe Quellen und Anmerkungen (2) bis (8)) und Interviews (9) durchgeführt und ausgewertet. Darüber hinaus fanden in den Modellstädten des Projektes Fußverkehrs-Checks (10) und Workshops (11) statt. Aus all diesen vielfältigen Aktivitäten (12) wurden die Hinweise und Wünsche an eine kommunale Fußverkehrsstrategie herausgefiltert (13) und folgend in Form einer Check-Liste dargestellt mit

1. sechs möglichen Zielsetzungen der Kommune zur Förderung des Gehens:

1.1 Mehr Lebendigkeit und soziale Sicherheit,

1.2 Gesundheitsförderung durch Bewegung,

1.3 Erhöhung der Verkehrssicherheit,

1.4 Umsetzung der Barrierefreiheit und Komforterhöhung für alle Gehenden,

1.5 Verbesserung der Umwelt-, Klima- und Witterungsbedingungen sowie

1.6 Stärkung der Attraktivität als Wohn-, Arbeits-, Schul- und Wirtschaftsstandort

und

2. wiederum sechs Bausteinen für eine begehbare Stadt (14):

2.1 Aufenthaltsqualität und Stadtbildaufwertung,

2.2 Qualität von Gehwegen und Plätzen,

2.3 Sicherheit und Komfort von Querungsanlagen,

2.4 Schlüssige Wegenetz-Struktur,

2.5 Vernetzung mit den anderen Mobilitätsarten sowie

2.6 Förderung der Mobilitätskultur und Bewusstseinsbildung.

Diese Zielsetzungen und Bausteine sind wiederum unterteilt in Themenbereiche und detailliertere Aspekte, um die etwa 270 folgenden Stichworte noch halbwegs übersichtlich darzustellen. Dennoch waren thematische Überschneidungen nicht auszuschließen und einige Doppelerwähnungen erwünscht. Sie können sich die Datei ohne Quellenangaben herunterladen (Download) und sie nach ihren Ziel- und Schwerpunktsetzungen umgestalten. Nutzen Sie also diese Liste kreativ und auf Ihre thematischen Anforderungen und die örtliche Situation bezogen als Hinweise.

Zum Schluss folgen einige

Quellenangaben und Anmerkungen.

1. Mögliche Zielsetzungen der Kommune zur Förderung des Gehens:

Es ist zu empfehlen, sich neben den übergeordneten Zielen der Bundesregierung oder auf Europa-Ebene auch als Kommune ein messbares Ziel zu setzen. Da wäre vorrangig die Erhöhung des Modal Split des Fußverkehrs um ..% bis zum Jahr …. zu nennen. Eher abzuraten ist von allgemeinen Zufriedenheitsbefragungen, denn die Antworten hängen sehr stark von den Erwartungen und auch von der Medienberichterstattung ab. Aber eine Erhöhung des Fußwegeanteiles bekommt niemand geschenkt. Sicher ist nur, dass eine gute Angebotsgestaltung - wie bei allen anderen Verkehrsarten – zum Gehen motiviert. Und wie bei allen anderen Verkehrsarten auch, ist mittlerweile der Alltags- nicht mehr vom Freizeitverkehr zu trennen, d.h. hier müssen Angebote für beide Mobilitätsgründe zusammen gedacht werden. Folgend einige Gedanken dazu.

1.1 Mehr Lebendigkeit und soziale Sicherheit

Mobilität und Verweilen von Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, bilden die wesentlichen Grundlagen für eine lebendige Stadt. Es gibt keine andere Verkehrsteilnehmergruppe mit einer derartigen Kommunikationsfähigkeit, die auch das Gefühl der sozialen Sicherheit stärkt. Deshalb ist es wichtig, den Aufenthalt im öffentlichen Raum durch Fußgängerinnen und Fußgänger zu fördern. Wichtige unterstützende Maßnahmen könnten sein:

Verschönerung des öffentlichen Raumes, z.B. durch:

Verstärkung nichtkommerzieller und kommerzieller Angebote, z.B. durch:

Beseitigung von Angsträumen, z.B. durch

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1.2 Gesundheitsförderung durch Bewegung

Die Gesundheitssituation der städtischen Bevölkerung wird durch Bewegungsmangel getrübt. Zahlreiche Krankheiten hängen damit zusammen und werden noch immer viel zu wenig öffentlich problematisiert. Deshalb muss die Förderung der natürlichsten menschlichen Bewegung teil der Stadt- und Verkehrsplanung sein.(17) Notwendig sind Maßnahmen zur

Attraktivitätssteigerung des Gehens im Alltag und in der Freizeit, z.B. durch:

Förderung der Bewegung im öffentlichen Raum, z.B. durch:

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1.3 Erhöhung der Verkehrssicherheit

Noch immer stehen die Fußgängerinnen und Fußgänger in unseren Städten an der traurigen Spitze der Verkehrsunfallopfer. Während generell abnehmende schwere Verkehrsunfälle zu begrüßen sind, liegen Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung nur sehr unterproportional in diesem positiven Trend. Hinzu kommt, dass die Angst vor dem motorisierten Verkehr vermindert werden muss (subjektive Sicherheit), wenn der Fußwegeanteil erhöht werden soll. Dies trifft besonders stark für ältere Menschen zu, die sich nicht auf die Straße trauen, die aber gerade diese Fußwege benötigen würden, um bis ins hohe Alter mobil bleiben zu können. Das trifft aber auch auf die Eltern zu, die ihre Kinder bis vor den Schuleingang fahren, um sie vor Unfällen zu schützen und damit andere Kinder behindern oder gefährden können. Hier sind insbesondere die folgenden Grundsätze zu beachten: (22)

Kommunale Minderung der Unfälle als Leitziel integrieren, z.B. durch:

Verminderung der Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den Verkehrsteilnehmern, z.B. durch:

Verbesserung der Übersichtlichkeit, z.B. durch:

Schulwegsicherung,(32) z.B. durch:

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1.4 Umsetzung der Barrierefreiheit und eine Komforterhöhung für alle Gehenden

Barrierefreiheit ist eine städtische Querschnittsaufgabe, die nicht nur zur Erreichung öffentlicher Haltestellen als Zielvorgabe gilt.(33) Neben Gehbehinderungen durch Knie-, Hüft- oder Rückenprobleme sind es häufig außerdem das Nachlassen der Sehfähigkeit und /oder des Gehörs, die zur Unsicherheit von älteren Verkehrsteilnehmern beitragen. Die Zielsetzung der Barrierefreiheit kann als Impulsgeber für alle Maßnahmen angesehen werden, die letztlich allen Gehenden zugute kommen.

Barrierefreiheit umsetzen, z.B. durch:

Leitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen schaffen, z.B. durch:

Bewegungsräume für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen anbieten, z.B. durch:

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1.5 Verbesserung der Umwelt-, Klima- und Witterungsbedingungen

Umweltbelastungen werden von zu Fuß gehenden Menschen in erster Linie mit dem Gehör wahrgenommen. Gelegentlich wird schlechte Luft empfunden.(34)

Verminderung der Emissionen (Abgase, Staub, Lärm), z.B. durch:

Schutz vor Regen, Schnee, Kälte, Hitze, Wind, Blendung, z.B. durch:

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1.6 Stärkung der Attraktivität als Wohn-, Arbeits-, Schul- und Wirtschaftsstandort

Beim Stadt-Image spielt erstaunlicherweise die Mobilität der Einwohnerinnen und Einwohner und auch der Touristen oft gar keine Rolle. Das kann eine Fehleinschätzung sein, denn ganz viele Menschen suchen ihren Wohnort danach aus, wie viel Zeit sie für ihre Hauptwege benötigen werden, d.h. konkret: Wie lange werden sie unterwegs sein bis zur nächsten Bahnverbindung und wie würde ihr täglicher Weg dann aussehen. Eine Stadt tut gut daran, mit ihren fußläufigen Zielen und den guten öffentlichen Verkehrsverbindungen zu werben.

Wegeketten in den Vordergrund stellen, z.B. durch:

Die lokale Wirtschaft fördern, z.B. durch:

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2. Bausteine für eine begehbare Stadt:

2.1 Aufenthaltsqualität und Stadtbildaufwertung

Der Wohlfühlfaktor spielt gerade für die Mobilität zu Fuß eine ganz entscheidende Rolle. Er wird gerne ausschließlich den Spaziergängern oder gar den Flaneuren zugeordnet, trifft aber auch für den Alltagsverkehr zu, der beim Zu-Fuß-Gehen kaum vom Freizeitverkehr zu trennen ist. In Zukunft sind die Bedürfnisse der Fußgängerinnen und Fußgängern stärker zu beachten. Immer unter Berücksichtigung der gefühlten Sicherheit und der Gesundheit in einer alternden Gesellschaft, in der aber gerade auch die junge Generation eine Zukunft sehen muss. Die Förderung des Fußverkehrs muss zum Ziel haben, den öffentlichen Raum zu Fuß erlebbar zu machen.

Zum Verbleiben animieren,(16) z.B. durch

Die Attraktivität im öffentlichen Raum steigern, z.B. durch:

Die Annehmlichkeit von Verkehrsflächen verbessern, z.B. durch

Städtische Kernbereiche (wieder)beleben, z.B. durch:

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2.2 Qualität von Gehwegen und Plätzen

Obwohl der Gesetzgeber immer mehr Verkehrsteilnehmern die Nutzung von Gehwegen erlaubt hat (37), steht in der Straßenverkehrs-Ordnung noch immer unmissverständlich: „Wer zu Fuß geht, muss Gehwege benutzen“.(38) Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch: Der Gehweg ist Fußverkehrsfläche und er muss von Fußgängerinnen und Fußgängern auch benutzt werden können.

Gehwege für Begegnungen schaffen, z.B. durch:

Gehwege instandhalten und pflegen, z.B. durch:

Komfortverbesserungen auf Gehwegen, z.B. durch:

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2.3 Sicherheit und Komfort von Querungsanlagen

Fehlende oder unsichere Querungsanlagen gehören zu den zentralen Problemen für Fußgängerinnen und Fußgänger.(41) Der FUSS e.V. hat in einem „Querbuch“ die gängigen Querungselemente dargestellt und bewertet (42) und deshalb wird hier nur ein Teil der vielfältigen Aspekte stichpunktartig erwähnt. Einigkeit herrschte darüber, dass Querungen möglichst direkt, sicher und attraktiv sein sollten.(43)

Umwegempfindlichkeit berücksichtigen, z.B. durch

Sichtbeziehungen gewährleisten, z.B. durch:

Querungen sicher und komfortabel ermöglichen, z.B. durch:

Ampeln fußverkehrsgerechter gestalten und schalten,(46) z.B. durch

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2.4 Schlüssige Wegenetz-Struktur

Im Gegensatz zum fahrenden Verkehr stehen dem Fußverkehr erst einmal keine zusammenhängenden Wegenetze zur Verfügung. Dies dürfte einer der Hauptgründe dafür sein, dass selbst für kurze Strecken das Auto benutzt oder an Haltestellen auf Bus und Bahn gewartet wird. Doch ist dieses Manko in allen Modellstädten benannt und die Schaffung eines Wegenetzes stets in Priorität gesetzt worden. Dies war auch bei den Befragungen und Interviews der Fall.

Netzgestaltung konkret angehen,(47) z.B. durch:

Kurze Wege einbeziehen, z.B. durch:

Freizeitwege einbinden, z.B. durch:

Temporäre Lückenschließungen vornehmen, z.B. durch:

Wegweisungen systematisch anbieten,(49) z.B. durch:

Mit den anderen Verkehrsmitteln vernetzen, z.B. durch:

Wegenetze instandhalten und pflegen, z.B. durch:

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2.5 Vernetzung mit den anderen Mobilitätsarten

Der Anteil des Fußverkehrs (Modal Split) ist in Kommunen ab etwa 15.000 Einwohnern, bzw. abhängig von der räumlichen Verteilung der Stadt, nur im Zusammenspiel mit einem angemessenen Angebot öffentlicher Verkehrsmittel (ÖPNV, Taxis) für größere Distanzen zu erhöhen. Dies war auch den Befragten klar und so nahm diese Thematik einen breiten Raum ein. Die anderen Verkehrsmittel wurden weniger hinsichtlich ihrer Verknüpfungsmöglichkeiten erwähnt als vielmehr als ein weiterer Teil des Umweltverbundes (Rad und Carsharing) oder auch wegen deren Auswirkungen und der Flächenkonkurrenz (Rad und Auto). Hier wurde häufig die Notwendigkeit von „push and pull“ hervorgehoben.(50)

Einen attraktiven ÖPNV bieten,(51) z.B. durch:

Die komfortable Erreichbarkeit der Fahrzeuge gewährleisten, z.B. durch:

Mögliche Konflikte mit dem Fahrradverkehr entschärfen,(52) z.B. durch:

Konflikte und Unfallgefahren durch den Autoverkehr vermindern, z.B. durch:

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2.6 Förderung der Mobilitätskultur und Bewusstseinsbildung

„Kultur“ mag für manche ein irreführender Begriff sein, wenn es darum geht, die Zustände im Straßenverkehr aus der Sicht von Zu-Fuß-Gehenden zu beschreiben. Dennoch sind Mobilitätserziehung und Bewusstseinsbildung Grundvoraussetzungen dafür, dass Egozentrik, Rechthaberei und Aggressivität im Verkehrsverhalten abgebaut werden und sich eine positive Mobilitätskultur – ein respektvolles Miteinander - entwickelt. Darüber hinaus muss öffentlich verstärkt darauf aufmerksam gemacht werden, dass weniger die Großprojekte unsere Lebensqualität erhalten und stärken, sondern gerade die vielen kleinen Infrastrukturmaßnahmen in der Stadt, im Stadtteil, im Kiez. Die Städte müssen zum Gehen einladen. Hier tragen Politik und Verwaltung, aber auch die Bürgerinnen und Bürger große Verantwortung.

Fußverkehr auf kommunaler Ebene stärken, z.B. durch:

Image des Fußverkehrs politisch unterstützen, z.B. durch:

Vorteile des Zu-Fuß-Gehens verbreiten, z.B. durch:

Fußverkehr in der Mobilitätsausbildung stärker einbeziehen, z.B. durch:

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Quellen und Anmerkungen

  1. siehe www.fussverkehrsstrategie.de
  2. Online-Befragung von Gehenden (Interessierte). Die konkrete Frage lautete: Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen fußverkehrsrelevanten Themenstellungen, die in einer Fußverkehrsstrategie einer Gemeinde enthalten sein sollten? www.fussverkehrsstrategie.de > Befragung von interessierten BürgerInnen
  3. Online-Befragung von Planenden (Fachleute). Die Frage lautete: Was sind Ihrer Meinung nach die wesentlichen fußverkehrsrelevanten Themenstellungen, die in einer Fußverkehrsstrategie einer Gemeinde enthalten sein sollten? www.fussverkehrsstrategie.de > Befragung von Fachleuten
  4. Interview-Befragung von Senioren. Im Rahmen des Projektes „Schüler befragen Senioren“ wurden die genannten Probleme von zahlreichen älteren Menschen in Berlin auf Wegen und bei der Querung von Fahrbahnen ausgewertet. www.senioren-sicher-mobil.de > Schüler > Probleme und Wünsche bei Befragung
  5. Fachbefragung zu Kinderwünschen. Einige wenige Fachleute äußerten sich zur aus ihrer Sicht für Kinder problematischen Infrastruktur und der Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen. www.fussverkehrsstrategie.de > Für Planende > Probleme und Wünsche von Kindern als VerkehrsteilnehmerInnen
  6. Straßenbefragung von jungen Leuten. Hier sind die Antworten bezüglich der Motivation zum Gehen einbezogen worden. www.junge-leute-zu-fuss.de > Motivation zum Gehen
  7. Fachbefragung zu Wünschen von jungen Leuten. Angesprochen waren Fachleute zu den aus ihrer Sicht zu formulierenden Wünschen an die Verbesserung der Infrastruktur für junge Leute. www.junge-leute-zu-fuss.de > Wünsche junger Menschen an die Infrastruktur
  8. Fachexkursion junger Fachleute. Im Rahmen eines Fußverkehrs-Checks („Stadt wahrnehmen“) mit Studenten der technischen Universität Berlin wurden die Probleme und Wünsche an Gehwege, Querungsanlagen und städtischen Plätzen ausgewertet. www.junge-leute-zu-fuss.de > Fachexkursion
  9. Verbände – Interviews. Maßgebliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Verbände wurden unter anderem darum gebeten, zusammenzufassen, was ihrer Meinung nach unbedingt in einer Fußverkehrsstrategie enthalten sein sollte. www.fussverkehrsstrategie.de > Umfragen-Interviews > Verbände-Interviews
  10. Eine Zusammenfassung der Fazite aller in den Modellstädten des Projektes durchgeführten Fußverkehrs-Checks finden Sie unter www.fussverkehrsstrategie.de > Modellstädte > Fazite Fußverkehrs-Checks (PDF). Die Protokolle der Teilnehmenden an den Fußverkehrs-Checks in den Modellstädten finden Sie unter www.fussverkehrsstrategie.de > Modellstädte jeweils im Abschnitt 2. Fußverkehrscheck – „Stadt wahrnehmen!“ (PDF) als eine Protokollzusammenfassung“.
  11. Die sehr umfangreichen Auswertungen der Workshops in den Modellstädten finden Sie unter www.fussverkehrsstrategie.de > Modellstädte jeweils im Abschnitt "1. Workshop: X-Stadt – Wo stehen wir und wo wollen wir hin? (PDF)“.
  12. Insgesamt wurden die Aussagen von ca. 670 beteiligten Personen ausgewertet. Damit wurde eine recht breite Altersstruktur erreicht (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren) sowie Fachleute (Verwaltung, Planung, Universität) und Vertreterinnen und Vertreter aus Fachverbänden und Interessengruppen, Parteigremien, Fachbeiräten, Stadt- und Stadtteilgremien, universitäre Projektgruppen und auch Bürgerinnen und Bürger einbezogen.
  13. Die Hinweise aus den Quellen (2) bis (12) wurden darüber hinaus angereichert durch Aspekte, die in anderen Check-Listen für Fußverkehrs-Checks aufgenommen (vgl. Check-Listen), aber bei den Befragungen, den Interviews sowie im Rahmen der Workshops und Fußverkehrs-Checks in den Modellstädten nicht genannt wurden. Abgeglichen wurden die Stichworte mit folgenden Check-Listen:
  14. „12 Qualitätskriterien für öffentliche Räume – nach Jan Gehl“, siehe: www.ag.ch > Media > Kanton Aargau > Erläuterung Gehl Methode (PDF), zuletzt aufgerufen am 12.12.2017,
  15. „Checkliste für Fußgängerfreundlichkeit“ des Karlsruher Instituts für Technologie KIT, siehe: www.quartierzukunft.de (PDF), zuletzt aufgerufen am 17.12.2017,
  16. Check-Liste für das Verkehrssicherheits-Audit von Straßen (PDF) nach den Empfehlungen für das Sicherheitsaudit von Straßen ESAS, Ausgabe 2002 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen FGSV (Hrsg.),
  17. „Förderung des Fußverkehrs: Themenbereiche der Teilnehmerkommunen 2015“ in Baden-Württemberg, Planersocietät Dortmund (Hrsg.),
  18. „Integriertes Kommunales Sicherheitsmanagement (IKS) und zielgruppenorientiertes Mobilitätsmanagement als Beitrag für die Fußverkehrsstrategie“, Vortrag von Jens Leven, bueffee GbR Wuppertal, Essen 28.9.2017, in „Fußverkehr planen, gestalten, fördern: Bedeutung, Praxisbeispiele, Fußverkehrsstrategien“, Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. vhw (Hrsg.),
  19. „Fussverkehrsförderung in Gemeinden – Maßnahmen und Handlungsfelder“, Fussverkehr Schweiz (Hrsg.),
  20. Genauere Angaben finden Sie in der Rubrik Literatur.
  21. In der Summe könnten diese 12 Kriterien verwechselt werden mit den 12 Qualitätskriterien nach Jan Gehl, siehe Checklisten > Checkliste zur Bewertung von Qualitäten des öffentlichen Raumes. Sie waren durchaus auch eine sehr hilfreiche Grundlage dieser Gliederung. Dennoch fehlen dort sehr wesentliche Gesichtspunkte der derzeitigen Diskussion im deutschsprachigen Raum, wie z.B. die Qualität von Querungsanlagen, der Gesundheitsaspekt des Gehens, die Mobilitätskultur und die Verknüpfung mit den anderen Verkehrsmitteln. Dagegen gab es verschiedene Überschneidungen und Doppelungen, sodass es letztlich wiederum 12 Kriterien ergab.
  22. hierzu ausführlicher siehe Hinweise und Anregungen aus dem “Berliner Appell: Städte der Zukunft = urban + mobil + grün!” unter www.buvko.de > BUVKO-Rückblick > Berlin 2013/14
  23. siehe insbesondere Jan Gehl: Städte für Menschen,jovis Verlag GmbH, Berlin, 2. Auflage 2015
  24. siehe insbesondere Jens Bucksch, Sven Schneider (Hrsg.): Walkability – Das Handbuch zur Bewegungsförderung in der Kommune, Verlag Hans Huber, Bern 2014; verschiedene Fachbeiträge zu diesem Thema finden Sie unter www.fuss-ev.de > Themen > Gesundheit-und-Bewegung
  25. hierzu siehe www.geh-recht.de > Wegenetze > Ausschilderung sowie www.fuss-ev.de > Themen > Leit-und Informationssysteme-Fußgänger
  26. Hinweise für die Darstellung finden Sie unter www.fussgaenger-stadtplaene.de > Wegetypen
  27. „Einladender wirken häufig Minutenangaben.“, Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Fußgängerverkehr, MWBF 2007, 4.4
  28. „Bei 1,0 [Meter pro Sekunde] ist gewährleistet, dass die angegebene Zeit bis zum Ziel von ca. 85 % aller Fußgänger eingehalten werden kann.“ MWBF 2007, 4.4
  29. Hinweise zu den vielfältigen Aspekten der Verkehrssicherheit von Fußgängern finden Sie unter www.fuss-ev.de > Themen > Verkehrssicherheit für Fußgänger
  30. siehe gesonderte Check-Liste unter Check-Liste für das Verkehrssicherheitsaudit von Straßen
  31. Argumentationshilfen unter www.30kmh.de
  32. Aufgrund des Fehlens von Begegnungszonen (Vorrang für Fußgänger, max. Tempo 20) in Deutschland – als Regelung zwischen der „Spielstraße“ (verkehrsberuhigter Bereich) und der Tempo 30-Zone - haben sich Kommunen den in der Straßenverkehrs-Ordnung StVO (Anlage 2, lfd.Nr. 50, Erläuterung) etwas versteckten „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ mit zulässigen „Zonengeschwindigkeitsbeschränkungen von weniger als 30 km/h“ zunutze gemacht.
  33. „Ein verkehrsberuhigter Bereich kann für einzelne Straßen oder Bereiche in Betracht kommen. Die Straßen oder Bereiche dürfen nur von sehr geringem Verkehr frequentiert werden und sie müssen über eine überwiegende Aufenthaltsfunktion verfügen.[…].” Aus der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (vwV-StVO) in der Fassung vom 22. Mai 2017, zu den Zeichen 325.1 und 325.2 Verkehrsberuhigter Bereich, I.
  34. Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.): Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen RASt 2006, 6.3.4.1.: „…ist möglichst eine umwegfreie geradlinige Führung des Fußverkehrs anzustreben.“ und Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Hrsg.): Empfehlung für Fußverkehrsanlagen EFA 2002, 3.3.2.4: „Wichtig bei Querungsanlagen an Knotenpunkten ist, dass sie möglichst unmittelbar im Zuge der Verbindung von Gehwegen der zu querenden Straße liegen, sodass nur geringe oder keine Umwege für Fußgänger entstehen.“
  35. „… bis zu den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten“ kann bei spitzen Kurven ergeben, dass gar kein Überweg mehr freigehalten werden muss, das ist also eine recht zweifelhafte Regelung aus der StVO § 12 (3) Parken 1.
  36. Eine Regelung für das Halten und Parken vor Furten gibt es nicht in der StVO.
  37. Das Halteverbot “auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu 5 m davor“ steht leider nicht in der StVO unter Halteverbote, sondern in der Anlage 2, Abschnitt 9 Markierungen, lfd. Nr. 66 zu Zeichen 293 Fußgängerüberweg.
  38. Halt- und Parkverbote an Haltestellen müssen dementsprechend markiert werden, StVO, Anlage 2, Zeichen 299, Lfd.Nr. 73
  39. Zu diesem Themenbereich finden Sie für Schulwege und Schulwegpläne verschiedene gesonderte Hinweise unter www.fuss-ev.de > Themen > Kinder und Jugendliche zu Fuß
  40. Zu diesem Thema finden sie Handlungsanleitungen auf der Grundlage der derzeitigen Regelwerke unter www.geh-recht.de > Barrierefreiheit, die Beschreibung eines speziellen Fußverkehrs-Checks unter www.mobilogisch.de > Artikel > Fußgänger-Check-Mobilitätsbarrieren sowie einzelne Artikel unter www.fuss-ev.de > Themen > Barrierefreiheit
  41. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Witterung
  42. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Planungsprinzipien
  43. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Mischflächen
  44. Straßenverkehrs-Ordnung, StVO Straßenverkehrs-Ordnung StVO, zuletzt geändert am 8. Oktober 2017, siehe § 24 Besondere Fortbewegungsmittel, Absatz (1), § 24, Absatz (2) und § 2, Absatz (5)
  45. b) StVO, § 25 Absatz (1)
  46. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Gehwege, darüber hinaus Hinweise aus Artikeln zum Thema unter www.fuss-ev.de > Themen > Gehwege und Gehwegenetze
  47. siehe auch www.gehwege-frei.de
  48. Der Begriff “Querungshilfen” wird zwar immer noch parallel verwendet, wird aber nicht so gern gehört, weil damit Fußgängerinnen und Fußgänger als „Hilfsbedürftige“ eingestuft werden.
  49. Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. (Hrsg.), Ekkehard Westphal, Arndt Schwab, Sylke Petry: Querbuch – Wie Fußgänger am besten über die Straße kommen, Berlin 2015
  50. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Querungsanlagen sowie zahlreiche Hinweise zu Einzelaspekten aus Artikeln unter www.fuss-ev.de > Themen > Fußgängerquerung von Fahrbahnen
  51. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken für die einzelnen Querungsanlagen finden Sie unter www.geh-recht.de > Querungsanlagen, www.geh-recht.de > Zebrastreifen, www.geh-recht.de > Gehwegausweitungen und www.geh-recht.de > Aufplasterungen
  52. D. Apel, E. Brandt: Stadtverkehrsplanung, Teil 2. Stadtstraßen, Umweltanforderungen und Straßengestaltung. Deutsches Institut für Urbanistik (Hrsg.), Berlin 1982, vgl. www.geh-recht.de > Querungsanlagen Abstände
  53. Zu diesem Thema werden im Jahr 2018 Handlungsanleitungen für Fußverkehrs-Checks www.ampel-tester.de ins Netz gestellt.
  54. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Wegenetze
  55. Ausführliche Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Baustellen
  56. http Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Wegenetze > Ausschilderung
  57. Der Begriff „push and pull“ („drücken und ziehen“ oder in deutsch: „Zuckerbrot und Peitsche“) hat sich aus der Betriebswirtschaftslehre nun auch in der Verkehrspolitik verankert und bedeutet z.B.: Wenn man eine Erhöhung des Modal-Split im Umweltverbund erreichen will, reichen zusätzliche Mobilitätsangebote (push) nicht aus. Erfolgversprechend ist nur ihre Kombination mit restriktiven Regelungen beim Pkw-Verkehr (pull). Deshalb ist es keineswegs unangemessen, hier auch derartige Vorschläge aufzuführen.
  58. Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Haltestellen
  59. Ausführliche Hinweise zu den Anforderungen aus den Regelwerken finden Sie unter www.geh-recht.de > Fuß-und Radwege

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